1. Kikkoman
  2. Food Blog
  3. So vielseitig: die Kartoffel
None

So vielseitig: die Kartoffel

Der Durchschnitts-Deutsche isst 55 Kilogramm im Jahr. Kein Wunder: mit Kartoffeln lassen sich einfache Rezepte schnell und preiswert zubereiten. Und bei veganen und vegetarischen Gerichten macht sie   sowieso eine richtig gute Figur. Ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen: Kartoffeln landen zu jeder Zeit gerne auf dem Teller! Hier erfahrt ihr alles rund um die beliebte Knolle – inklusive einfacher, schneller Rezepte, mit Tipps und Tricks.


Hummus-Dip mit Sojasauce 
 

Gloria, Sieglinde, Irmgard – die Namen klingen schon so richtig deutsch, oder? Das sind nur drei von 210 Kartoffel-Sorten, die in Deutschland vom Bundessortenamt zugelassen sind. Weltweit gibt es rund 2000 Sorten. Das vermeintlich urdeutsche Gemüse ist übrigens Südamerikaner. 7000 Jahre vor Christus bauten die Inka in den Anden schon Kartoffeln an, im 16. Jahrhundert kam das Nachtschattengewächs dann über den Seeweg nach Europa.
Die dicke Knolle ist übrigens kalorienarm – zu 80 Prozent besteht sie aus Wasser und 100 Gramm haben gerade mal 70 Kalorien. Ihren schlechten Ruf als Dickmacher verdankt sie der Zubereitung. 

Übrigens: Süßkartoffeln sind keine Kartoffeln, sie zählen botanisch zur Familie der Windengewächse, die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs. 
 

Wie bewahre ich Kartoffeln auf und wann darf ich sie auf gar keinen Fall mehr essen?
 

Kühl und dunkel aufbewahrt, bleibt sie wochenlang frisch. 
Aber Achtung: Wenn sich Augen und kleine Triebe bilden, bitte nicht mehr essen. Dann entsteht Solanin, das ist für den Menschen giftig.
 

Was gibt’s für Kartoffeln und was kann ich mit ihnen zubereiten? 
 

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bei den dollen Knollen sind die Kocheigenschaften.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Stärke eine Kartoffel hat, umso weicher wird sie beim Kochen. Es werden drei Kategorien unterschieden: festkochend, mehlig kochend und überwiegend festkochend.

Festkochende Kartoffeln, wie Bamberger Hörnchen, Annabell oder Linda, sind super für Bratkartoffeln oder Kartoffelgratin, weil sie auch nach dem Kochen ihre feste Konsistenz behalten. Und es muss nicht immer klassisch sein: Mit Avocado und Wasabi bekommt Kartoffelsalat einen modernen Twist.
 



Mehlig kochende Kartoffeln, wie Agria, Adretta oder Bintje, eigenen sich besonders gut für Kartoffelpüree oder die etwas stückigere Variante Kartoffelstampf. Der schmeckt besonders gut mit geschmorten Shoyu-Zwiebeln.

So einfach geht Kartoffelstampf mit Shoyu-Zwiebeln: Kartoffeln schälen, in kaltem, gesalzenem Wasser aufsetzen und kochen, bis sie gar sind, das dauert je nach Größe circa 30 Minuten. Mit einer Gabel einstechen. Geht das leicht, sind sie gar. Wasser abgießen und mit einem Stampfer oder einer Gabel zerdrücken. Ein Stück Butter, eine Prise Salz und etwas frischgemahlenen Pfeffer dazu geben. Wenn der Stampf etwas zu kompakt und fest ist, einen Schluck Milch oder Sahne hinzugeben. Pflanzliche Produkte funktionieren natürlich auch, aber drauf achten, dass kein Zucker drinsteckt, sonst wird er zu süß. Dazu passen perfekt geschmorte Shoyu-Zwiebeln:

Einfach pro Person zwei rote Zwiebeln in dünne Ringe oder Halbmonde schneiden, bei mittlerer Hitze langsam in viel Butter sanft anschwitzen, bis die Zwiebeln weich werden. Nach fünf Minuten etwas Kikkoman Sojasauce hinzufügen, ein paar Minuten einköcheln lassen. Salzen ist dann übrigens nicht mehr nötig – Kikkoman sorgt für die Würze. Eine Mulde in den Stampf drücken und die Zwiebeln hineingeben. Eine tolle Beilage zu Steak oder Huhn – aber auch solo ein absolutes Lieblingsessen.

Eine frische Variante, welche ideal mit mehlig kochenden Kartoffeln funktioniert, ist die Kartoffel-Mangoldcremesuppe mit viel dunklem Blattgemüse.
 


Für die perfekten Bratkartoffeln muss man sie noch nicht mal schälen –  gut so, denn unter der Schale sitzen die Vitamine.
 


So einfach gehen Bratkartoffeln mit Knoblauch und Pfeffersauce: Kartoffeln im Ganzen kochen, abgießen und auskühlen lassen.
Idealerweise passiert das einen Tag vorher, deshalb immer ein paar mehr Kartoffeln aufsetzten – sie sind das perfekte Resteessen und halten sich gekühlt problemlos fünf Tage im Kühlschrank.
Die getrockneten Tomaten in lauwarmes Wasser legen, damit sie weich werden. Danach das überschüssige Wasser entfernen. 

Die Kikkoman natürlich gebraute Sojasauce mit 43 % weniger Salz mit dem schwarzen Pfeffer und püriertem Knoblauch mischen. Die längs halbierten Kartoffeln mit den Tomaten in Öl anbraten. Mit der Sojasauce anrichten und mit Petersilie garnieren.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln, wie Blauer Schwede, Marabel oder Laura, sind eine Allzweckwaffe in der Küche. Gnocchi werden aus vorwiegend festkochenden Knollen zubereitet, das kann man selber machen, aber es gibt sie auch als Fertigprodukt im Supermarkt, dann geht’s nach Feierabend ruckzuck! Richtig frisch wird’s mit Spargel und Sojasauce.
Es lassen sich damit aber auch Salzkartoffeln und Pommes zubereiten, aber auch als Ofenkartoffel schmeckt sie prima. 
 


Tipp: Im Kühlschrank halten sich Ofenkartoffeln fünf Tage, sie sind auch perfekt zum Mitnehmen in die Uni oder das Büro.
 

Das Knollengemüse kann aber auch jenseits der Küche so einiges. 
 

Ungesalzenes Kochwasser von Kartoffeln , sondern zum Pflanzengießen benutzen, es enthält viele Mineralstoffe wie Magnesium und ist ein prima Dünger.

Saubere Sache: Wer den Grillrost vorab mit einer halbierten, rohen Kartoffel einreibt, kann sich beim Putzen nach dem Grillen viel Zeit sparen – der Kartoffelsaft verringert die Rückstände, die vom Grillen haften bleiben.
Sogar gegen Augenringe sollen sie helfen: dünne Scheiben 20 Minuten aufgelegt, sollen aufhellen und Feuchtigkeit spenden.