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  3. Mariniert, gebraten, gegrillt oder gebacken: So wird Tofu richtig zubereitet.
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Der ultimative Tofu-Guide

Der ultimative Tofu-Guide: So bereitest du ihn richtig zu
 

Herzhaft und würzig oder cremig und süß: Tofu ist ein echter Allrounder, mit dem du erstaunlich vielseitige Gerichte zaubern kannst – vorausgesetzt, du beachtest einige Tipps und Tricks.
 

Soja statt Fleisch: Darum ist Tofu gesund
 

Tofu wird aus geronnener Sojamilch hergestellt. Er ist kalorienarm, fettarm und eine hervorragende pflanzliche Proteinquelle, die alle lebenswichtigen Aminosäuren liefert. Er enthält kein Cholesterin und weniger gesättigte Fettsäuren als Fleisch. Dazu gesellen sich Vitalstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Also genügend Gründe, Fleisch hin und wieder durch Tofu-Produkte zu ersetzen.

Und das Beste: Tofu gibt es in verschiedenen Sorten – von schnittfest bis cremig-weich. Er besitzt zwar kaum Eigengeschmack, nimmt dafür aber nahezu jedes beliebige Aroma dankbar auf – mit Marinaden oder anderen Zutaten. Du kannst ihn braten, frittieren, grillen oder im Ofen backen. Auch in der kalten Küche macht er eine gute Figur. Sogar vegane Desserts lassen sich aus Tofu zubereiten.
 

Tofu-Sorten von fest bis seidenzart
 

Für jedes Gericht den passenden Tofu: Es gibt verschiedene Arten, die sich vor allem in ihrer Konsistenz, aber auch im Geschmack unterscheiden. Hier sind die wichtigsten Sorten, die du kennen musst und, was man damit machen kann.

 

 

Seidentofu


Diese Spezialität ist so samtig und weich, dass sie an einen sahnigen Pudding erinnert. Seidentofu hat den höchsten Feuchtigkeitsgehalt und wird im Gegensatz zu anderen Sorten nicht ausgepresst, sondern direkt weiterverarbeitet. Zum Beispiel als zarte Suppeneinlage in einer würzigen Miso-Suppe (Achtung: Den empfindlichen Seidentofu erst kurz vor dem Servieren dazugeben!). Oder als Basis für cremige Saucen, Dips und Desserts. Seidentofu eignet sich auch wunderbar als Joghurtersatz für Müslis oder zu frischem Obst.

 

Fester Naturtofu


Diese Sorte ist robuster und trockener als der Seidentofu und eignet sich vor allem zum Braten, Frittieren und Backen. Aromatische Marinaden saugt er wie ein Schwamm auf und kann somit fast jede Geschmacksrichtung annehmen. Eine japanische Spezialität ist der sogenannte Baumwolltofu, der eine gröbere Textur besitzt und ebenfalls zu den festen Sorten zählt – ideal für gebratenes Gemüse mit Tofu und Teriyaki-Sesamsauce.

 

Geräucherter Tofu


Eine Besonderheit ist Räuchertofu, der meistens in Buchenholz geräuchert wird und dadurch ein würzig-rauchiges Aroma mitbringt. Er passt zu herzhaften Eintöpfen, Schmor- und Grillgerichten, beispielsweise für veganen Gulasch oder Grillspieße mit Paprika, Zucchini und Pilzen. Rezept-Idee für eine gesunde Mittagspause: Bentobox mit Edamame-Reis, Mango und Räuchertofu.
 

 

 

Gut zu wissen: Alle Tofu-Sorten werden in verschiedenen Abstufungen in Festigkeit und Konsistenz angeboten. Selbst den zarten Seidentofu gibt es in einer sehr weichen und in einer etwas festeren Variante. Zum Braten, Grillen und Frittieren eignen sich jedoch nur die wirklich schnittfesten Tofu-Arten.
 

Tofu marinieren und würzen


Da Tofu bis auf wenige Ausnahmen so gut wie keinen Eigengeschmack besitzt, zählt mutiges Würzen und Marinieren zur Königsdisziplin. Von klassisch asiatisch mit Sojasauce, Chili, Ingwer oder Zitronengras bis hin zu mediterran mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Limettensaft – hier sind deiner Kreativität quasi keine Grenzen gesetzt. Besonders praktisch sind die Fertigmarinaden von Kikkoman, zum Beispiel die pikanten japanischen Teriyaki-Saucen oder die Ponzu-Sauce mit einem Splash fruchtiger Zitrone.
 

 

 

Tipp: Je trockener der Tofu ist, desto mehr wird er von der Marinade aufnehmen. Deshalb lassen Profis den Tofu-Block zuvor nicht nur gründlich abtropfen, sondern pressen die überschüssige Flüssigkeit heraus. Dafür gibt es spezielle Tofu-Pressen, aber einige Lagen Küchenpapier und ein schwerer Gegenstand reichen für den Hausgebrauch vollkommen aus.

Anschließend solltest du dem Tofu zum Marinieren mindestens eine halbe Stunde Zeit geben, besser mehr. Im Idealfall lässt du ihn in einem Gefrierbeutel oder einer Tupperdose zusammen mit den Kräutern und Gewürzen über Nacht im Kühlschrank ruhen. 


Tofu braten, backen und panieren: So wird er schön knusprig
 

Vor dem Braten muss der Tofu gut abtropfen und von außen möglichst trocken sein. Du kannst ihn in Würfel, Stifte oder Scheiben schneiden und in heißem Öl scharf anbraten oder frittieren. Tofu kann starke Hitze gut vertragen. Dann geht es ziemlich flott, denn im Gegensatz zu Fisch oder Fleisch muss der Tofu nicht mehr durchgaren. Mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen wird daraus in wenigen Minuten ein leckeres Wok-Gericht.
 

 

Schön knackig wird der Tofu mit einer Panade. Das kann durchaus eine klassische Variante aus Ei, Mehl und Semmelbrösel sein. Oder du wälzt den Tofu einfach nur in etwas Speisestärke – so werden beispielsweise Tofu-Steaks von außen knusprig und bleiben innen schön saftig. Panierter Tofu hat den Vorteil, dass er durch die Röstaromen zusätzlich an Geschmack gewinnt.

Tipp: Mit einer Panade aus Sesam bekommt der Tofu ein leicht nussiges Aroma – wie bei unserem Tofu-Burger mit Teriyaki Cole Slaw. Reduziere dann aber etwas die Hitze, damit der Sesam nicht verbrennt und bitter wird.

Du kannst marinierten Tofu auch ganz einfach im Ofen backen. Dazu schneidest du den Block in fingerdicke Scheiben, bestreichst sie mit reichlich Öl und backst sie auf einem Blech bei ca. 200 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 30 bis 40 Minuten bis sie goldbraun geworden sind. Zwischendurch einmal wenden. Fertig.
 

Vegane Desserts: Tofu als Süßspeise
 

Tofu geht auch süß. Zum Beispiel als Schoko-Mousse. Am besten eignet sich dazu der weiche Seidentofu, der mit geschmolzener Schokolade, etwas Ahornsirup und Vanille püriert wird. Die Creme muss anschließend nur noch im Kühlschrank abkühlen. Oder wie wäre es mit einem veganen Mango-Lassi? Einfach Seidentofu mit einer reifen Mango und etwas Limettensaft pürieren, fertig! Fortgeschrittene Hobbyköche können mit Tofu sogar eine vegane Käsetorte backen. Eben ein echter Alleskönner, der Tofu!