Frühlingsrollen vs. Sommerrollen
23. März 2026

Frühlingsrollen? Sommerrollen? Was sind die Unterschiede?
Die Hauptunterschiede zwischen Frühlingsrollen und Sommerrollen liegen in der Zubereitung und der Art der Hülle. China ist die Heimat der Frühlingsrolle, dort wird sie traditionell während des Frühlingsfestes gegessen, daher auch der Name. Sie wird grundsätzlich frittiert serviert. Im Gegensatz dazu stammt die Sommerrolle aus Vietnam. Sie wird roh bzw. frisch gegessen, ohne irgendeine Hitzebehandlung nach dem Rollen.
Frühlingsrollen werden typischerweise in heißem Fett goldbraun und knusprig frittiert und warm oder heiß serviert. Sie enthalten oft gegarte Füllungen wie gehacktes Fleisch oder Meeresfrüchte, Glasnudeln und Gemüse, eingewickelt in eine dünne Hülle aus Weizenmehl oder manchmal auch Reismehl (ähnlich einem Filoteig).
Sommerrollen hingegen werden nicht frittiert, sondern kalt serviert und roh verzehrt. Sie bestehen aus frischen, meist rohen Zutaten wie Salat, Kräuter und Gemüse sowie Reisnudeln und gegarten Garnelen oder Tofu. Dies alles wird in durchsichtiges Reispapier (Bánh tráng) eingewickelt, das vorher kurz in warmem Wasser eingeweicht wurde, um es weich und formbar zu machen.
Sommerrollen gelten oft als gesündere Alternative zu Frühlingsrollen. Zum einen aufgrund der frischen, kalorienarmen Zutaten, zum anderen, weil sie nicht in Fett frittiert werden. Daher werden sie in der westlichen Welt auch häufig als Salatrollen bezeichnet. Da zum Einwickeln Reispapier verwendet wird, sind Sommerrollen zudem glutenfrei. Wenn sie das auch bleiben sollen, ist Kikkoman glutenfreie Sojasauce der Dip der Wahl.
In ganz Asien gibt es zahlreiche Variationen von Sommer- und Frühlingsrollen, die sich in ihren Namen, Füllungen, Teigsorten und Zubereitungsarten unterscheiden.
Beliebte Zutaten und Kombinationen
Die Füllungen für beide Arten von Rollen sind stark von ihrer unterschiedlichen Zubereitung beeinflusst. Während Sommerrollen auf Frische und Textur setzen, sind die Füllungen von Frühlingsrollen bereits gar oder werden durch das Frittieren gegart.
Frühlingsrollen
Frühlingsrollen enthalten oft eine Mischung aus faschiertem Fleisch (Schwein oder Huhn) und fein geschnittenem Gemüse wie Karotten, Kohl und Pilzen. Diese Füllung wird meist nur leicht oder gar nicht gewürzt. Sie wird roh in den Teig eingewickelt und dann in heißem Fett gart.
Diese Art frittierter Rollen ist in vielen Ländern Asiens verbreitet:
- China (Chūn juǎn): Die originalen chinesischen Frühlingsrollen verwenden traditionell einen dicken Weizenmehlteig und sind oft mit gedünstetem Gemüse wie Kohl, Karotten, Pilzen und manchmal Hackfleisch gefüllt. Sie sind in der Regel größer als andere Varianten.
- Vietnam (Chả giò / Nem rán): In Vietnam wird die frittierte Variante als Chả giò (Südvietnam) oder Nem rán (Nordvietnam) bezeichnet. Sie sind typischerweise kleiner, verwenden Reispapier als Hülle und enthalten eine Füllung aus gehacktem Schweinefleisch, Krabben, Glasnudeln und Mu-Err-Pilzen.
- Philippinen & Indonesien (Lumpia): In diesen Ländern sind Lumpia (oder in der niederländischen Schreibweise Loempia) sehr beliebt. Sie haben oft einen dünneren Teigmantel als chinesische Frühlingsrollen und die Füllung variiert stark (z. B. Lumpia Shanghai mit Hackfleisch oder Lumpia Tauge mit Sprossen). Je nach Variante werden sie sowohl frittiert als auch frisch gegessen.
- Thailand (Poh Pia Tod): Die thailändische, frittierte Version heißt Poh Pia Tod und ist oft kleiner, ähnlich wie Mini-Frühlingsrollen.
- Japan (Harumaki): Die Variante besticht durch ihre goldene Farbe, die besonders knusprige Textur und die mit Stärke dick gebundene, herzhafte Füllung. Übrigens: Um dieser Füllung eine solide Umami-Basis zu verleihen, sind ein paar Spritzer Kikkoman Sojasauce ideal!
- In den USA ist die „Egg Roll“ populär. Sie ist eine Variante der Frühlingsrolle mit einer dickeren, in Ei getauchten Hülle, die eine besonders blasige, knusprige Textur entwickelt.
Sommerrollen
Diese werden typischerweise mit einer Mischung aus frischem, knackigem Salat, Kräutern (wie Minze, Koriander und Thai-Basilikum), Reisnudeln und Proteinen gefüllt. Gekochte Garnelen, die durch das durchsichtige Reispapier schimmern, sind eine klassische und optisch ansprechende Zutat. Auch Tofu oder Hähnchenbrust finden häufig Verwendung.
Sommerrollen erfreuen sich in und auch außerhalb Vietnams großer Beliebtheit:
- Vietnam (Gỏi cuốn / Nem cuốn): Dies ist die klassische Sommerrolle, die international am bekanntesten ist. Sie wird kalt serviert und besteht aus frischen Zutaten wie gegarten Garnelen, Schweinefleisch, Salat, Kräutern (Koriander, Minze) und Reisnudeln, eingewickelt in eingeweichtes, durchsichtiges Reispapier. Sie wird oft mit Erdnusssauce oder einer Limetten-Chili-Vinaigrette serviert.
- Singapur/Malaysia (Popiah): Obwohl Popiah (oder Poh Pia) in Singapur und Malaysia oft unfrittiert gegessen wird, handelt es sich technisch gesehen um eine andere Art von Rolle, mit einem weichen dünnen, Crêpe-ähnlichen Teig und gedünstetem Gemüse und Tofu als Füllung.
Der Dip ist der Kick
Bei all dieser Vielfalt, was die Art und Zubereitung der Rollen angeht, spielen die dazugehörenden Dip-Saucen geschmacklich auf jeden Fall eine Hauptrolle! Dabei harmoniert nicht nur Kikkoman Sojasauce hervorragend mit allen Variationen – auch Kikkoman Ponzu Zitrone oder Yuzu, Kikkoman Sauce für Poke Bowls und Kikkoman Sesamöl passen mit ihrem Aroma und erfrischenden Säure perfekt zu Sommerrollen. Für intensivere Geschmackserlebnisse eignen sich vor allem Kikkoman Teriyaki-Saucen oder die würzige Kikkoman Chilisauce für Kimchi hervorragend als Dip.
Wie man Frühlingsrollen und Sommerrollen zubereitet
Für beide Arten von Rollen ist etwas Fingerspitzengefühl beim Wickeln erforderlich. Aber mit ein wenig Übung klappt das meistens sehr schnell. Hier eine kurze Anleitung für beide Varianten:
Frühlingsrollen
Verwende trockene Frühlingsrollen-Teigblätter. Diese sind oft schon quadratisch oder rund zugeschnitten. Für die vietnamesische Variante kannst du auch dünneres Reispapier verwenden, das du vorher kurz in warmem Wasser eingeweicht hast.
Für die Füllung kannst du rohes oder kurz angebratenes Gemüse (Kohl, Karotten, Lauchzwiebeln), gehacktes Fleisch oder Pilze verwenden. Deiner Fantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist allerdings, dass die Füllung relativ trocken sein muss, um Spritzer beim Frittieren zu vermeiden.
Zubereitung:
- Zuerst musst du alle Zutaten für die Füllung schnippeln und gut vermischen. Bei der authentisch-chinesischen Methode wird die Füllung oft kurz angebraten und dann abgekühlt, bevor sie eingerollt wird. Bei der vietnamesischen Variante wird die Füllung oft roh gemischt.
- Nun ist das Rollen angesagt! Lege ein Teigblatt (oder vorher eingeweichtes Reispapier) auf eine Arbeitsfläche. Gib eine passende Menge Füllung diagonal oder längs auf das Blatt. Dann faltest du den Teig ähnlich wie einen Briefumschlag: zuerst wird eine Ecke über die Füllung geschlagen, dann werden die Seiten eingeklappt. Schließlich wird das Ganze fest zu einer Rolle zusammengerollt. Die Ränder kannst du entweder mit einer Paste aus etwas Wasser und Mehl oder verquirltem Ei bestreichen, um sie zu versiegeln.
Die fertigen Rollen werden dann in heißem Öl (z. B. Sonnenblumenöl) bei 170–180 °C in einem tiefen Topf oder einer Fritteuse frittiert. Es dauert in der Regel 2–5 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Am besten frittierst du die Rollen portionsweise, damit die Temperatur des Fetts nicht zu stark absinkt.
Es gibt allerdings auch eine gesündere Alternative zum traditionellen Frittieren: die Heißluftfritteuse! In ihr kannst du die Frühlingsrollen mit nur wenigen Tropfen Öl zubereiten. Du wirst staunen, wie knusprig sie werden!
- Die frittierten Frühlingsrollen hebst du dann mit einer Schaumkelle heraus. Sie werden kurz auf Küchenpapier gelegt, um überschüssiges Fett zu entfernen. Nun sind sie fertig und können mit einer oder mehreren köstlichen Dip-Saucen serviert werden. Unsere Kikkoman Sojasauce oder Kikkoman Sushi & Sashimi Sojasauce direkt aus der Flasche eignen sich hierzu perfekt!
Sommerrollen
Du benötigst Reispapierblätter (Bánh tráng) – dünne runde oder quadratische Blätter aus Reismehl. Diese werden einzeln in einer Schale mit warmem Wasser für etwa 10–20 Sekunden eingeweicht, bis sie formbar sind. Das Papier sollte weich, aber nicht matschig sein. Lege es nun flach auf eine saubere, leicht feuchte Arbeitsfläche (z. B. ein feuchtes Küchentuch).
Die Füllung kann aus einer Mischung gekochter Garnelen, Tofu oder Hühnchen, gekochter Reisnudeln, frischer Kräuter (von Minze über Koriander bis Thai-Basilikum), Salatblättern und geschnittenem Gemüse (z. B. Karotten oder Gurken) bestehen. Für Proteine, wie Tofu oder Garnelen, bietet es sich an, sie vor dem Rollen in Kikkoman Sojasauce zu marinieren. Der zusätzliche Umami-Effekt harmoniert bestens mit dem frischen Gemüse.
Zubereitung:
- Alle Zutaten putzen, schneiden und garen (falls nötig). Alles, was gekocht oder gegart wurde, solltest du vor der Verwendung vollständig abkühlen lassen.
- Lege die eingeweichten Reispapierblätter einzeln flach auf eine saubere Arbeitsfläche. Platziere eine passende Menge der Füllung zügig in einer Reihe auf das untere Drittel jedes Reispapiers. Dabei solltest du an den Seiten etwas Platz lassen. Am besten beginnst du mit den optisch ansprechenden Zutaten (z. B. den Garnelen), die später durch das transparente Papier sichtbar sein sollen.
- Jetzt wird gerollt: Schlage das untere Ende des Papiers straff über die Füllung. Danach werden die linke und rechte Seite des Papiers nach innen gefaltet, um die Füllung zu versiegeln. Jetzt wird die Rolle von unten nach oben aufgerollt. Dabei musst du darauf achten, dass die Rolle zwar fest, aber nicht zu straff ist, damit das Reispapier nicht reißt.
Nun kannst du deine Sommerrollen auch schon servieren! Auch hier macht der Dip den Kick. Neben Erdnusssauce oder einem Fischsauce-Dip passt unsere Kikkoman Teriyaki Wok Sauce Sesam perfekt für diese köstliche asiatische Spezialität.
Leckere Frühlingsrollen- und Sommerrollen-Rezepte
Jetzt kann es ja losgehen: Fill & Roll! Hier findest du einige leckere Kikkoman Rezepte für Frühlings- und Sommerrollen. Keep on rolling – und guten Appetit!














